Kollnbergmühle - Bild Georg KnausWallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt - Bild Stefan PlöchingerSchloss Fürstenstein - Bild Wolfgang HartwigOberpolling - Bild Stefan PlöchingerBlick in Richtung Nammering - Bild Silvia ZölsVIA Nova - Bild Stefan PlöchingerBlick über Fürstenstein - Bild Siegfired Kerscher

Fürstenstein liegt rund 25 Kilometer nördlich von Passau inmitten der reizvollen Landschaft des Dreiburgenlandes.

Sein malerisch auf einem Bergrücken gelegenes Schloss ist schon von weitem zu erkennen und grüßt weit hinaus in das Passauer Land.

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Rückblick auf den Volkstrauertag 2021

Fürstenstein, den 25. 11. 2021

Die gemeinsame Gedenkfeier zum Volkstrauertag der Gemeinde fand dieses Jahr in Fürstenstein statt. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten sich erneut nur wieder kleinere Abordnungen der Vereine gemeinsam mit Vertretern der Kirche und der Gemeinde am Kriegerdenkmal vor der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt treffen. Mit einer Abordnung vertreten waren der Krieger- und Soldatenverein Fürstenstein, der Soldaten- und Kameradschaftsverein Oberpolling sowie die beiden Freiwilligen Feuerwehren Fürstenstein und Nammering.

Die Gedenkfeier wurde musikalisch von den Bläsern der Blaskapelle Thurmansbang mit einem Choral eröffnet. Pfarrer und Dekan Johannes Graf ging in seinen ansprechenden Fürbitten und Texten auf die Opfer von Krieg, Terror, Vertreibung, Flucht und Gewalt ein.

Anschließend ergriff Bürgermeister Stephan Gawlik das Wort. Besonders ging er auf die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges vor genau 80 Jahren ein: „Im Jahr 1941 wurde der Zweite Weltkrieg endgültig zu einem globalen Konflikt. Die Deutschen erklärten offiziell den USA den Krieg und überfielen zudem die Sowjetunion. Vor allem im Osten drohte der Tod. In den ersten sechs Monaten fielen über 300.000 Soldaten.

Die deutschen Truppen, damals noch überzeugt von einem „Blitzsieg“ marschierten in die Sowjetunion ein, wo im Dezember 1941 kurz vor Moskau das „Unternehmen Barbarossa“ zum Erliegen kam. Die deutsche Wehrmacht war für die sowjetischen Witterungsverhältnisse nicht ausgerüstet und das Thermometer fiel auf minus 40 Grad. Am 6. Dezember setzte die Rote Armee zu einer großangelegten Gegenoffensive an. Hitlers realitätsfremde Haltebefehle sorgten damals für horrende Verluste. Diese Wochen wurden von vielen Soldaten als die schlimmsten des gesamten Krieges bezeichnet.

Heute fragen wir uns immer wieder, wie das alles nur geschehen konnte. Wie solch eine Tragödie, wie so ein Krieg überhaupt entstehen konnte. Für viele von uns ist dies alles unfassbar. Aber immer wieder radikalisieren sich Menschen. Besonders auch in der aktuellen Krise, die die Welt erschüttert, der Corona-Pandemie, beginnen Menschen sich von anderen abzuwenden und zu diskriminieren. Lassen wir dieses nicht geschehen. Lassen Sie uns zusammenhalten und zusammenstehen als Gemeinschaft und als Gesellschaft.“

Immer weniger Menschen könnten mittlerweile aus eigenem Erleben und eigenen Erfahrungen über die Grauen dieser Zeit berichten. Immer weniger Zeitzeugen könnten die Erinnerung wachhalten. Daher sei es umso wichtiger, dass WIR diese Aufgabe erfüllten: „Dass wir erinnern, dass wir warnen und dass wir gedenken,“ so Bürgermeister Stephan Gawlik.

Abschließend legte der Bürgermeister zusammen mit seinem Stellvertreter Walter Knoller am Kriegerdenkmal einen Kranz nieder. Mit dem Lied vom „Guten Kameraden“ und der Nationalhymne endete die Gedenkfeier am Kriegerdenkmal.

Anschließend folgte ein Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, zelebriert von Pfarrer und Dekan Johannes Graf und ebenfalls umrahmt von der Blaskapelle Thurmansbang.

Wir möchten uns bei Herrn Pfarrer und Dekan Johannes Graf, allen Vereinsvertretern und Teilnehmern für die würdevolle Feier zum Volkstrauertag in Fürstenstein ganz herzlich bedanken.

 

Bild zur Meldung: Rückblick auf den Volkstrauertag 2021